Das Dengue-Fieber in den Philippinen

DENGUE

philippinischer dschungel
Philippinischer Dschungel auf 650 M.ü.M.

Die Plage namens Dengue

Anfangs Oktober 2015 erwischte es auch mich, nachdem bereits drei meiner Kinder und ein Kindeskind daran erkrankt waren. Aber eben, der Hauptschuldige bin ich selbst, da ich am Rande des philippinischen Dschungel ein Haus gemietet habe.

Das Fieber an sich, 38 C während 5 Tagen, war noch recht erträglich. Nachdem ich gesehen hatte, was die Ärzte meinen Kindern an Medikamenten verschrieben hatten, habe ich mich selbst autodidaktisch mit Paracetamol kuriert. So jede 4 - 6 Stunden nahm ich eine Biogesic Paracetamol 500 mg Tablette und die Sache ging echt gut auf. Zwischendurch habe ich 2 Tabletten Analgesic Paracetamol genommen und mir wurde es Hundeübel. Warum weiss ich nicht.



Aber die Neben- und Nachwirkungen des Denguefiebers waren echt störend. Bereits nach 3 Tagen konnte ich nicht mehr schlafen und nichts mehr essen. Ich war müde und wollte schlafen, war hungrig und wollte essen. Konnte aber beides nicht tun.

Wenn ich ein Biss in den Mund nahm, gleich welches feines Menu meiner Frau, so hatte ich das Gefühl ein Mund voll dreckiger Sand in den Mund zu haben. Die einzige Möglichkeit an Nahrung zu kommen war ein Biss irgendwelcher Alimenten in den Mund zu nehmen und sofort mit Cola runterspühlen. Sonst hätte ich mich übergeben müssen. Dieses schlimme Gefühl überdauerte das Fieber und zog sich noch eine Woche darüber hinweg, und danach verschwand es sehr langsam. Die Bauchschmerzen die ich bekam, waren natürlich eine Folge dieser unmöglichen Nahrungsaufnahme.

Das Schlafen war mühsam. Bereits ab 1. Tag des Fiebers konnte ich nicht mehr am Tag und in der Nacht schlafen. Maximal 30 Minuten und dann war ich wieder hellwach. In den Füssen kribbelte es unentwegt. Ich bin von Beruf Übersetzer Deutsch-Italienisch, aber konnte keinen einzigen Satz mehr richtig zusammenbringen und so übergab ich die eintreffende Arbeit meinem Bruder in der Schweiz. In anderen Worten, ich konnte mich gar nicht mehr richtig konzentrieren. Dieser Zustand überdauerten ebenfalls das Fieber um fast 10 Tagen.

Auch muss man sagen, dass sofort nach dem Fieber eine totale Schlappheit kam. Man glaubt gesund zu sein, aber kann höchstens 10 Schritte machen und dann muss man wieder absitzen. Als ich nach einigen Tagen, als das Fieber bereits beendet war, ein kleiner Spaziergang tätigte, war das nicht schlimm, solange es abwärts ging. Aber den Höhenunterschied von nur 7 Metern zu bewältigen, um zurück zu kommen, erschien mir als ob ich den Himalaya erklimmen wollte.

Heute, Ende Oktober 2015, nach einem Monat, kann ich sagen, dass ich mich wieder Topfit zu 99% fühle. Nur mit den Geschmacksorganen scheint etwas immer noch nicht vollständig verheilt zu sein. Aber es geht gut. Die Pizza hat zu 95% gut geschmeckt. Aber eben, nicht 100%ig.

Angst macht mir nur die Frage: Was geschieht wenn ein anderer Typ Dengue über die Philippinen rollt? Gegenmassnahmen, wie Umzug und erweiterte Moskitonetze an den Fenstern, sind bereits geplant.

- Entfernt: "Motorradständer" -